Anfang der Bibel, Anfang des Korans

Schlägt man die Bibel in einer der heute üblichen Buchausgaben auf und vergleicht ihre Worte mit dem Anfang des Korans in einer heute üblichen Buchausgabe, zeigen sich wegweisende Gemeinsamkeiten und Unterschiede:
Anfang von Bibel und Koran

Die Richtung der Rede ist eine grundsätzlich andere:
Die Bibel erzählt, was Gott getan habe. Von den Menschen ist erst später die Rede.
Der Koran beginnt mit der Aufforderung zum Gebet: Gott soll gepriesen werden, er wird um das rechte Geleit gebeten:
Anfang von Bibel und Koran, mit der Markierung der Rederichtung

Sowohl die Bibel wie der Koran beginnen mit einem Gegensatz.
In der Bibel ist das der Gegensatz von Licht und Finsternis.
Im Koran ist das der Gegensatz zwischen den Gläubigen und den Ungläubigen.
Ein socher Gegensatz zwischen Menschen erscheint in der Bibel erst sekundär, besonders prominent im Psalm 1:
Anfang von Bibel und Koran, Markierung des ersten Gegensatzes

In der Bibel und im Koran wird näher definiert, in welcher Weise und mit welchen Qualitäten die Menschen im Licht sind oder in der Finsternis.
Der Psalm 1 beschreibt negativ, dass ein Mensch nicht mit dabei ist, wo Gottlose (wörtlich: Böse), Sünder und Spötter sich treffen.
Der Koran bietet eine präzise Definition, für wen seine Worte verfasst und nützlich sind. Das sind die Gläubigen, und präzisert das noch einmal dadurch, dass er auch den Glauben präziser beschreibt: Die Gläubigen vertrauen auf das Unsichtbare, verrichten das Gebet und spenden Almosen.
Anfang von Bibel und Koran, Markierung der Definition der Gerechtigkeit